Irisierender Kugelschleimpilz,
Nivicoler Schleimpilz, Irisierendes Fadenkügelchen
UNGENIESSBAR! ![]()
LAMPRODERMA PULCHELLUM
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Fotos oben 1-3 und unten 1-7 von links:
Matthias Reul (Marktredwitz) ©
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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Neutral. |
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Geschmack: |
Unbedeutend. |
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Fruchtkörper: |
1-2 (3) mm
Ø, schimmernd irisierend in Violett-, Blau-, Bronze- oder Kupfertönen. Sie
sind winzige, kugelige Kapseln, die auf dünnen, schwarzen Stielen stehen und
eine prächtig metallisch-irisierende Hülle besitzen. Sie wachsen meist
gesellig in kleinen, dichten Gruppen nebeneinander. Der obere Sporenbehälter
(Sporotheka) ist markant kugelförmig. Häufig zeigt
die Peridie konzentrische Farbzonen oder Ringe. Im Alter bzw. bei Reife
bricht diese dünne Haut unregelmäßig auf, um die Sporen freizugeben. Unreife
Fruchtkörper = aus dem Plasmodium
entstehend, sind anfangs oft gelb. Sie dunkeln innerhalb eines Tages
nach und bilden oft eine zarte, grau-weißliche Bereifung auf dunklem Grund
aus. Innere, das Capillitium: Nach dem Ausstäuben der dunkelbraunen
Sporenmasse wird das Haargeflecht im Inneren sichtbar. Dieses ist für die Art
untypisch blass, hellgrau bis fast weißlich und bildet ein zartes,
elastisches Netz auf der zentralen Stielsäule (Columella). Kleine,
meist vollkommen kugelige (globose) Sporocarps, selten längliche Plasmodiocarpien.
Sie stehen auf einem sehr kurzen, dunklen Stiel oder sind fast sitzend. Peridie:
Die Außenhülle bricht im oberen Teil meist unregelmäßig auf und zeigt einen
oft wunderschön blau-violett bis metallisch glänzenden (irisierenden) Effekt. |
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Fleisch: |
Braun bis
schwarzbraun, dünn. |
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Stiel: |
1-8 mm hoch,
sehr dünn und fadenförmig. Er ist von schwarzbrauner bis tiefschwarzer Farbe,
kann aber ebenfalls eine leichte, grau-kristalline Bereifung aufweisen. |
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Sporenpulverfarbe: |
Braun (unter
dem Mikroskop hellbraun, lilabraun bis graubraun gefärbt, 11-15 µm, rundlich,
feinwarzig. Die Warzen sind gleichmäßig verteilt, ohne größere Klumpen oder
auffällige Lücken. Die Sporen ähneln in ihrer Struktur stark denen von Lamproderma carestiae. Haargeflecht:
Das wichtigste Abgrenzungsmerkmal zu nahen Verwandten: Die Fäden des
Capillitiums sind auffallend blass, hellbraun, rosabraun bis fast farblos. Das
Geflecht entspringt der Columella und verzweigt sich zu den Rändern hin in
ein dichtes Netz. Es ist deutlich heller pigmentiert als bei den meisten
anderen, sonst ähnlich großen Lamproderma-Arten. Mittelsäule,
Columella: Sie reicht im Inneren des Fruchtkörpers meist bis zur Hälfte oder
knapp über die Hälfte der Sporothek-Höhe empor. |
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Vorkommen: |
Auf Holz,
Zweige, Blätter, Pflanzenstängel oder anderen abgestorbenen Pflanzenteilen. Gelegentlich
klettern die Fruchtkörper auch an lebenden Moospolstern empor, um eine
bessere Position für die Sporenverbreitung durch den Wind zu erreiche.
Vorkommen meist nur in höheren Lagen ab 800 m.ü.M.,
Folgezersetzer: +/- Saprophyt; +/- Parasitär = Phagocytose, Schleimpilze (Myxos) fressen
Bakterien von Oberflächen, Frühling bis Herbst, sehr selten. |
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Gattung: |
Schleimpilze,
Fellstäublinge, Fadenkügelchen. |
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Verwechslungsgefahr: |
Violetter
Kugelschleimpilz, Dunkelfuß-Stielkügelchen,
Baumwoll-Stielkügelchen,
Wollkugelschleimpilz,
Buchen-Hütchenträger,
Thonartiger
Siebpilz, Gelblicher Haarstäubling, Büschelschleimpilz,
Raukopfschleimpilz,
Schopfschleimpilz,
Graukugelschleimpilz. |
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Bemerkung: |
Mikromerkmale
hier sind die Kombination aus auffallend blassem Capillitium und feinwarzig
ornamentierten Sporen aus. Die Art gehört zum taxonomisch schwierigen Lamproderma carestiae-Komplex. Es
handelt sich um eine strikt nivicole Art, die im
Frühjahr direkt an der Schneeschmelze in den Bergen fruktifiziert (häufig an
Zwergsträuchern wie Vaccinium oder krautigen Überresten). |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
2 |
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 7. Juli 2026 - 16:40:46 Uhr