awillbu1  Wurmschleimpilz, Wurmförmiger Deckelstäubling                                                                        UNGENIESSBAR! 

GULIELMINA VERMICULARIS (SYN. PERICHAENA VERMICULARIS, PHYSARUM VERMICULARE)

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-2 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Unbedeutend.

Fruchtkörper:

0,3-10 (15) mm Ø, braun, goldbraun, gelb über orange bis rötlich, Die Fruchtkörper (Sporokarpe) sind 0,3 bis 1 mm groß und erscheinen in Farben von gelb über orange bis rötlich und braun. Habitus wurmartig. Während die jungen Vorstufen (das sogenannte Plasmodium) noch saftig hellgelb bis leuchtend orange leuchten, dunkeln die reifen Fruchtkörper im Alter deutlich nach. Sie nehmen dann rötliche bis purpurbraune oder dumpf-bräunliche Töne an. In der Spätphase bricht die äußere Hülle (Peridie) des Schleimpilzes unregelmäßig auf. Da das reife Sporenpulver im Inneren freigesetzt wird und das feine innere Haargeflecht (Capillitium) hervortritt, bekommt der Pilz im Alter ein "haariges" oder zerzaustes Aussehen. Staubige Textur wegen des Namens Deckelstäubling: Im Alter verliert das Innere seine weiche, verformbare Konsistenz komplett. Zurück bleibt eine trockene, nestartige Hülle, die mit leuchtend goldgelbem bis zitronengelbem Sporenpulver gefüllt ist, welches durch den Wind verbreitet wird.

Fleisch:

Gelblich-orange, schleimig.

Sporenpulverfarbe:

Leuchtend goldgelb bis zitronengelb, einzeln blassgelb (8,5-17 µm, kugelig, feinwarzig bis fein stachelig besetzt. Im Rasterelektronenmikroskop zeigen sich diese Strukturen als dichte, kleine Wärzchen. Capillitium oft spärlich. Es besteht aus einfachen oder verzweigten, hohlen Fäden mit einem Durchmesser von 1,5-4 µm, unregelmäßig angeschwollen. Die Fäden besitzen keine Spiralbänder = Abgrenzung zu anderen Trichiales. Stattdessen sind sie dicht mit winzigen Warzen, kurzen Stacheln oder kleinen Erhebungen besetzt. Peridie ist zweischichtig. Außenschicht ist granulär, dicker und brüchig. Häufig lagern sich dort mikroskopisch kleine Calciumoxalat-Kristalle ab. Innenschicht ist häutig, zart, durchscheinend und eng mit der Außenschicht verbunden.

Vorkommen:

Diese Art lebt als saprophytischer Schleimpilz und wächst primär auf der Rinde von Laubbäumen (wie Pappel oder Eiche) sowie auf totem Holz, morscher Rinde oder Pflanzenresten. feuchtigkeitsliebend, Folgezersetzer: meist Saprophyt; +/- Parasitär = Phagocytose, Schleimpilze (Myxos) fressen Bakterien von Oberflächen, Sommer bis Spätherbst, selten.

Gattung:

Schleimpilze.

Verwechslungsgefahr:

Netzschleimpilz, Gitterschleimpilz, Gelbe Lohblüte (Hexenbutter).

Besonderheit:

Schleimpilze können sich fortbewegen in Richtung neuer Nährstoff-Depots.

Kommentar:

Bestimmung oft nur mikroskopisch möglich.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hemitrichia_serpula

Priorität:

3

 

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 25. Juni 2026 - 18:28:56 Uhr

“