awillbu1  Binsen-Sklerotienbecherling, Binsen-Sklerotienbecherrasen, Curreys Binsen-Sclerotienbecherchen          UNGENIESSBAR! 

MYRIOSCLEROTINIA CURREYANA (SYN. PEZIZA CURREYANA)

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-2 und unten 1-3 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

 

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Mild.

Fruchtkörper:

1-2 (5) mm Ø, blassbraun, rotbraun bis zimt- oder fleischbraun, krugförmig, becherförmig, kelchförmig, später schüsselförmig ausgebreitet. Die Außenseite ist meist etwas blasser und fein bereift oder kahl.

Im Halm befindet sich das verborgene Dauerstadium, Sklerotium.

Fleisch:

Zäh, weißlich bis bräunlich.

Stiel:

Sehr dünn (fadenförmig), zäh, oft wellig gebogen und verjüngt sich nach unten. Er ist meist dunkler als der Becher gefärbt (braun bis schwärzlich) und bricht direkt aus dem Inneren des Pflanzenhalms hervor. Wenn man den befallenen Binsenhalm an der Basis der Fruchtkörper vorsichtig aufschlitzt, findet man im Markgewebe ein längliches, walzenförmiges Sklerotium. Es ist außen schwarz, innen weißlich und schmiegt sich der Innenwand des Halmes an. Es dient dem Pilz zum Überdauern des Winters.

Sporenpulverfarbe:

Farblos, transparent (7-15 x 1,5-2 µm, zylindrisch, leicht allantoid = würstchenförmig gekrümmt, bis schmal spindelförmig, mit abgerundeten Enden, hyalin, glatt und meist einzellig. Asci 70-100 x 5-7 µm, zylindrisch bis schmal keulenförmig, mit acht Sporen. IKI +, Melzer +, der Porusapparat an der Ascusspitze färbt sich in Lugolscher Lösung deutlich blau an. Paraphysen fadenförmig, einfach oder an der Basis verzweigt. Zum Ende hin nur minimal erweitert oder zylindrisch bleibend ca. 1,5–2,5 µm breit, hyalin. Sklerotien-Gewebe: Die Rinde besteht aus einer dicken, dunkelbraunen bis schwarzen Schicht fest verflochtener Zellen. Medulla: Das Innere des Sklerotiums zeigt im mikroskopischen Schnitt ein helles, oft charakteristisch rosa bis fleischfarben getöntes Hyphengeflecht.

Vorkommen:

An abgestorbenen Halmen von Binsen, Folgezersetzer, Frühjahr bis Herbst, sehr selten aber kaum wahrnehmbar.

Gattung:

Becherlinge, Sklerotienbecherlinge (Myriosclerotinia).

Verwechslungsgefahr:

Scharbockskraut-Sklerotienbecherling, Anemonenbecherling, Rissrandiger Becherling, Weißdornfrucht-Becherling, Erlenkatzenbecherling, Kohlenkelchbecherling, Leuchtender Prachtbecherling.

Kommentar:

Die wichtigsten Mikromerkmale von Myriosclerotinia curreyana (Binsen-Sklerotienbecherling) zeichnen sich durch schmale, gekrümmte Ascosporen, amyloide Ascusspitzen sowie das namensgebende innere Sklerotiengewebe aus.

Bemerkung:

Der optisch ähnliche Scharbockskrautbecherling (SCLEROTINIA BINUCLEATA = dieser hat zwei Sporenkerne und der Scharbockskraut-Sklerotienbecherling (BOTRYOTINIA FICARIARUM) wächst auf Scharbockskraut (RANUNCULUS FICARIA) wogegen der Anemonenbecherling nur bei Buschwindröschen wächst.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sklerotienbecherlinge 

Priorität:

3

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 24. Juni 2026 - 18:22:19 Uhr

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