awillbu1  Fichtentriebkrankheit, Sirococcus-Triebsterben                                                UNGENIESSBAR! 

SIROCOCCUS CONIGENUS (SYN. HYSTERIUM CONIGENUM, SIROCOCCUS STROBILINUS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-3 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Unbedeutend.

Fruchtkörper:

0,4-1 (1,2) mm Ø, schwarz bis schwarzbraun, subkonisch bis kugelig, mit einer kleinen Öffnung (Ostiolum) an der Spitze, aus der bei Feuchtigkeit weiße Sporenranken austreten.

Fleisch:

Schwarz.

Stiel:

Fehlt, aus dem Zapfen hervorgehoben.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (11-15 x 2-3 µm, spindelförmig bis nadelartig, an den Enden zugespitzt. Sie sind gerade oder nur minimal gekrümmt. In der Mitte 1-fach septiert = zweizellig. An der Trennwand sind die Sporen oft ganz leicht eingeschnürt, hyalin. Pyknidien: Wandaufbau 30–50 µm dick, bestehend aus einem äußeren, dunklen Prosenchym und einer inneren Schicht aus hyalinen, miteinander verflochtenen Hyphen. Konidiophoren: Einfach aufgebaut oder verzweigt, mit einer Länge von 10-45 µm. Konidienbildende Zellen = Phialiden: 6-12 x 2 µm groß, sich nach oben hin verjüngend und scharf zugespitzt. Jede Zelle trägt eine Phialide an der Spitze oder knapp unterhalb des Septums.

Vorkommen:

Auf Fichtenzapfen oder anderen Nadelhölzern. Er befällt vor allem Fichten (Picea), kommt aber auch an anderen Nadelbäumen wie Kiefern, Zedern oder Douglasien vor. Folgezersetzer, ganzjährig, sehr häufig und in fast jedem Fichtenbestand auffindbar.

Gattung:

Becherlinge, Konidien (Sirococcus), Ascomycota (Schlauchpilze).

Verwechslungsgefahr:

Schwarzer Schneeschimmel, Fichtenzapfenkonidie, Teerfleckendrüsling, Traubenkirschen Rindenkugelpilz, Haselrindensprenger, Kiefernspaltlippe, Rindenbrecher EUTYPELLA, Konidien-Schwarzbecher, andere Konidienformen.

Kommentar:

Der Pilz infiziert die jüngsten, frisch austreibenden Triebe, die sich daraufhin hakenförmig nach unten krümmen, verbraunen und absterben.

Unter dem Namen Sirococcus conigenus wurden früher mehrere Arten zusammengefasst. Molekularbiologisch und mikroskopisch (u. a. anhand der genauen Wandstruktur der Pyknidien) wird der echte Sirococcus conigenus heute von den nahestehenden Arten Sirococcus piceicola (ebenfalls auf Fichten) und Sirococcus tsugae (auf Zedern und Hemlocktannen) abgegrenzt.

Bemerkung:

Die Gattung wurde historisch als Coelomycete (Gehäusepilz) klassifiziert, da sie ihre ungeschlechtlichen Sporen (Konidien) in geschlossenen, rundlichen bis kegelförmigen Fruchtkörpern (Pyknidien) ausbildet. Ein geschlechtliches Stadium (Teleomorphe) ist für die meisten Arten der Gattung nicht bekannt.

Wiki-Link:

https://sv.wikipedia.org/wiki/Phragmotrichum

Priorität:

3

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Samstag, 6. Juni 2026 - 06:44:50 Uhr

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