awillbu1  Purpurfleckender Klumpfuß                     ESSBAR! 

THAXTEROGASTER PURPURASCENS (SYN. CORTINARIUS PURPURASCENS, CORTINARIUS PURPURASCENS VAR. LARGUSOIDES, PHLEGMACIUM PURPURASCENS, AGARICUS PURPURASCENS)

 

Purpul-k

PurpurfeckigerKlumpfussEssbar10042

Purpurfleck

 

PurpurfleckigerKlumpfu

PurpurfleckKlump8

PurpurfeckigerKlumpfussEssbar10043

PurpurfeckigerKlumpfussEssbar1004

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Angenehm pilzig.

Geschmack:

Mild.

Hut:

4-10 (13) cm Ø, jung kastanienbraun, gelbbraun, lilabraun, eingewachsen faserig, schleimig, oft dunkelfleckig, Rand verdunkelnd.

Fleisch:

Blauviolett oder purpurviolett-weißlich durchzogen.

Stiel:

4-15 (20) cm lang, 1-6 (8) cm Ø dick, violett, mit abgesetzter, gerandeter, aufgedunsener Knolle und braunen Sporenpulverresten, faserig, Druckstellen purpurviolett, voll.

Lamellen:

Jung lila, im Alter rostbraun, ausgebuchtet angewachsen, mit Zwischenlamellen.

Sporenpulverfarbe:

Rostbraun (unter dem Mikroskop eher gelbbraun: 9-10 x 4,7-6 μm, relativ schmal für Klumpfüße, ellipsoid, etwas mandelförmig, warzig. Basidien 30-35 x 6-9 μm, keulenförmig, in der Regel 4-sporig. Cheilocystiden: An den Lamellenschneiden befinden sich dünnwandige, unregelmäßig flaschenförmige Marginalzellen, die etwa 20-30 µm aus der Fruchtschicht herausragen. Echte Zystiden auf den Lamellenflächen fehlen. HDS ist zweischichtig und besteht aus einem gelatinisierten oberen Schleimschicht und einer darunter liegenden Hyphenschicht. Die fadenförmigen Hyphen sind mit Schnallen versehen. Der Nachweis von Schnallen an den Septen ist typisch für die Gattung der Klumpfüße).

Vorkommen:

Mischwald, gerne Nadelwald, Mykorrhizapilz (Symbiosepilz) wie alle Haarschleierlinge, Sommer bis Spätherbst, in Bayern häufiger, ansonsten sehr selten, RL Schweiz (CR).

Gattung:

Klumpfüße (Schleierlinge, Haarschleierlinge), Untergattung Bulbopodium (Phlegmacium), Sektion Cyanophylli.

Verwechslungsgefahr:

Bocksdickfuß, Elfenring-Klumpfuß, Mehlklumpfuß, Schönvioletter Klumpfuß, Violetter Klumpfuß, Blauer Sägeklumpfuß.

Besonderheit:

Dieser besondere Pilz bereitete uns schon öfter Probleme. Jedoch keine, die eine Ungenießbarkeit oder Giftigkeit erkennen lassen, sondern nur dadurch, dass es Varietäten gibt, deren Fruchtfleisch sich nicht intensiv blauviolett oder purpurviolett verfärbt. Dadurch entstehen immer Zweifel! Ansonsten ist dieser Pilz ein guter Mischpilz und jedem Kenner zu empfehlen. Wenn manche Literatur ihn als ungenießbar deklariert, so ist er doch ein guter Speisepilz. Aber hier gilt, wie immer - einfach probieren - reine Geschmackssache!

Chemische Reaktionen:

Mit Lugol / IKL am Hut weinrot verfärbend. KOH (üblicherweise 20%ige bis 40%ige Lösung) auf dem Fleisch und der Huthaut verläuft bei dieser Art weitgehend negativ bis unbedeutend bräunlich. Das Fehlen einer auffälligen Farbreaktion (wie z. B. knallrot oder grün) hilft dabei, ihn von chemisch aktiveren Klumpfüßen (wie manchen oliv- oder gelbgrünen Arten) zu trennen.

Kommentar:

Schleimköpfe und Klumpfüße gehören zu den Schleierlingen.

Es gibt über 500 Schleierlingsarten, von denen nur sehr wenige essbar sind, aber sehr viele giftig oder sogar tödlich giftig wirken können.

Die Bezeichnung Schleierlinge oder Haarschleierlinge stammt von dem spinnwebenartigen Schleier (Velum) die bei jungen Pilzen die Lamellen abdecken.

Relativer Speisewert:

123pilze: Relative Wertigkeit 2.

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Cortinarius_purpurascens

Priorität:

1

 

 

 

 

 

Die Färbung des Hutrandes hier ist zufällig aber interessant!

PurpurKl

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilden) ©

 

 

 

 

Bilder oben 1-6 von links: Ursula Roth ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 22. September 2026 - 09:47:29 Uhr