awillbu1  Tonweißer Schüppling, Tonfalber Schüppling, Tonblasser Schüppling             UNGENIESSBAR! 

PHOLIOTA LENTA (SYN. PHOLIOTINA LENTA, HEBELOMA PUNCTATUM, GYMNOPILUS LENTUS, DRYOPHILA LENTA)

                                               

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Bild oben 1 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©           Bilder oben 1-2 von links: Peter Kresitschnig ©

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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral bis rettichartig. Oft erinnert er an frisch gesägtes, feuchtes Holz.

Geschmack:

Mild, rettichartig.

Hut:

3-8 (10) cm Ø, weißlich-hellbraun, oliv-ockerlich, blass tonfarben, beigebraun, tonbräunlich. Mitte meist dunkler bräunlich, gummiartig, schleimig, mit weißen, schnell vergänglichen Schüppchen. Im Alter oft abgewaschen und kahl. Jung mit vollständigem Schleier zu Ring verdeckt. Später sind am Rand sich weiße Flocken (Velumreste), die im Alter oder durch Regen verschwinden können.

Fleisch:

Weißlich, Basis etwas bräunlich, stark faserig.

Stiel:

3-11 (14) cm lang, 1-2,8 (3,4) cm Ø dick, elfenbeinweiß, hellbraun, tonbräunlich, mit weißen flockigen Schüppchen, gleichmäßig dick. Unterhalb einer vergänglichen, unauffälligen Ringzone ist er weißlich-schuppig besetzt, die später etwas verschwinden können. Die Basis manchmal knollig und verfärbt sich im Alter oder bei Berührung bräunlich.

Lamellen:

Weißlich, hell olivgelb, später lehmbraun, ausgebuchtet angewachsen, jung leicht herablaufend, Schneiden wellig.

Sporenpulverfarbe:

Ockerbraun (6-9 x 3-4,5 µm, elliptisch bis leicht bohnenförmig, glatt und mäßig dickwandig. In KOH-Lösung färben sie sich blass gelb-bräunlich bis honiggelb. Keimporus: Sehr fein, klein und unauffällig. Er ist oft nur als ganz leichte Abstumpfung am Sporenende zu erkennen. Pleurozystiden sind ausgebildet als Chrysozystiden. Sie sind bauchig-flaschenförmig bis spindelig und besitzen oft einen ausgezogenen Schnabel. Das entscheidende Merkmal ist ihr amorpher, in KOH gelblicher Inhalt, der sich bei getrocknetem Material im Zentrum zusammenzieht. Cheilozystiden sind morphologisch den Pleurozystiden recht ähnlich = spindelig-flaschenförmig, teilweise jedoch etwas kleiner, dünnwandiger und ebenfalls häufig mit dem typischen gelblichen Inhalt gefüllt. HDS ist aufgebaut als eine stark gelatinisierte Ixocutis = eine Schicht aus liegenden Hyphen in einer dicken Schleimmatrix. Die oberen Hyphen sind schmal und farblos, eingebettet in die optisch leere Schleimmasse, die makroskopisch für den extrem klebrig-schleimigen Huteindruck verantwortlich ist. An den Septen der Hyphen sind Schnallenverbindungen regelmäßig und deutlich vorhanden).

Vorkommen:

Mischwald, überwiegend Laubwald, gern an vergrabenem oder liegendem Totholz, Folgezersetzer, feuchtigkeitsliebend, Herbst bis Spätherbst.

Gattung:

Schüpplinge.

Verwechslungsgefahr:

Rettichfälbling (giftig), Weißflockiger Schüppling, Teichrandschwefelkopf, Knolliger Schleierritterling, Seifenritterling, Bleiweißer Firnistrichterling, Wachsstieliger Trichterling, Rinnigbereifter Trichterling, Feldtrichterling.

Chemische Reaktionen:

Eisensulfat, KOH negativ. Guajak zuerst ebenso negativ oder nur sehr langsam schwach blassgrün.

Kommentar:

Er gilt zwar als essbar, aber wegen Verwechslungsgefahr und eventueller Unverträglichkeit nicht zu empfehlen. Als Speisepilz minderwertig, wenn dann nur die Hüte verwendet werden, da der Stiel sehr faserig ist!

Relativer Speisewert:

DGfM: Gelegentlich gastrointestinale Beschwerden! Vom Verzehr wird abgeraten!

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tonwei%C3%9Fer_Sch%C3%BCppling

Priorität:

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Bilder oben 1+2 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©         Bilder oben 7+8 und unten 7 von links: Klaus Stangl (Bindlach) ©                                              

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Bilder ganz rechts 7+8 von links: Uwe Hückstedt ©

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Bilder oben 1-6 und unten 1-6 von links: Georg Probst (Ergolding) ©

 

 

 

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 30. September 2026 - 16:58:19 Uhr

 

 

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