Tropenegerling, Tropenchampignon, Gelbfleischiger Egerling, Gelbfleischiger Giftegerling, Tropischer
Blumentopfchampignon
GIFTIG!
AGARICUS ENDOXANTHUS
|
|
|
|
Fotos oben 1-4 und unten 1-5
von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©
|
|
|
|
|
|
Eigenschaften, Erkennungsmerkmale,
Besonderheiten, (Gattungen): |
|
|
Geruch: |
Oft nur schwach tintenartig, karbolartig = nach Phenol, faulem Stroh. |
|
Geschmack: |
Mild. |
|
Hut: |
3-9 (12) cm Ø, graubraun, rauchschwärzlich bis dunkelbraun, Scheitel
bräunlich, dunkler, mit faserigen Schuppen, zum Rand rotbraun schuppig. Der
Hut besitzt meist feine, dunkle (oft braune bis schwärzliche) Schuppen auf
einem helleren Untergrund. Der Stiel ist weißlich und trägt einen
ausgeprägten Ring (Manschette). |
|
Fleisch: |
Weiß, Stielbasis läuft im Schnitt sofort intensiv chromgelb an. Diese
Farbe geht nach einiger Zeit in ein schmutziges Braun über. |
|
Stiel: |
Weißlich, kahl, braunfleckig, Basis knollig, wurzelnd und bei
Verletzung intensiv gilbend, später bräunend. Spitze ist leicht vom
Hutfleisch abtrennbar. |
|
Ring: |
Weißlich, cremegelb bis rotbraun, hängend, +/- Doppelring. |
|
Lamellen: |
Lachs rosa, später dunkelbraun bis schwarzbraun, frei. |
|
Sporenpulverfarbe: |
Purpurbraun, dunkelbraun (5-7 x 3-3 µm, rundlich-Eellipsoid,
hyaline, Q = 1,65. Die keuligen Basidien 13-21 x 5-8 µm, sind überwiegend
4-sporig, seltener 2-sporig, dünnwandig, glatt, mit Vakuolen, hyalin. Die Cheilocystidien
sind 12-27 x 9-15 µm, birnenförmig bis breit keulig, sub-globos bis
sub-sphärisch, hyalin, dünnwandig, glatt. HDS aus zylindrischen, regelmäßig
quer septierten, glatten, dünnwandigen 8-11 µm breiten Hyphen. Vakuoläres
Pigment in den Hyphen der Huthaut. Pleurozystiden fehlen. Mikro-Struktur des
Rings = Annulus. Besteht aus langen, zylindrischen
Hyphen ca. 4-10 µm |
|
Vorkommen: |
Warnung! Kann bei exotischen Pflanzen in Blumentöpfen bei uns
vorkommen! Sonst in Parks, Mischwald, gern bei Laubbäumen aber nicht in
Mitteleuropa heimisch, hauptsächliches Vorkommen in den Tropen und Subtropen
von Amerika und Asien, jedoch wegen Exporten von exotischen Pflanzen auch in
unsere Region in Blumentöpfen oder Botanischen Gärten bereits vorgekommen,
Folgezersetzer, ganzjährig. |
|
Gattung: |
Champignon-Egerlinge. |
|
Verwechslungsgefahr: |
Rebhuhnchampignon, Perlhuhnegerling,
Waldegerling, Waldchampignon
- dieser rötet an den Schnittstellen und riecht angenehm pilzartig oder
anisartig, Riesenchampignon
mit Anisgeruch = beide Arten essbar! |
|
Chemische Reaktionen: |
Mit KOH gelb verfärbend, SCHAFFER-Lösung (Anilin + Salpetersäure)
negativ. |
|
Besonderheit: |
Gelb anlaufende Stielbasis mit Karbolgeruch: Giftig! |
|
Kommentar: |
Nach dem Verzehr treten meist innerhalb von 15 Minuten bis 2 Stunden
heftige Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, schmerzhafte
Magenkrämpfe und Durchfall auf. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit essbaren Champignons (z. B. dem Wald-Champignon)
besteht eine hohe Verwechslungsgefahr für unbedarfte Pilzsammler. Keinesfalls
dürfen Pilze aus Blumentöpfen verzehrt werden. Es gibt viele tropische gifte
Arten, die hier unbekannt wären. |
|
Gifthinweise: |
|
|
Wiki-Link: |
|
|
Priorität: |
3 |
|
|
|
|
Fotos oben 1-5 von links: Matthias Reul
(Marktredwitz) ©
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
|
|
|
|
|
|
|
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 28. Mai 2026 - 07:58:48 Uhr