awillbu1  Austernseitling, Kalbfleischpilz, Austernpilz, Kalbfleischpilz, Buchenschwamm, Drehling, Austernschwamm,              ESSBAR!     ...guter Speisepilz!       Vitalpilz (Heilpilz)

Eichhännchen, Muschelpilz, Sommerauster, Silberauster, Austerndrehling, Abalonepilz, Schwarzer Austernseitling

PLEUROTUS OSTREATUS (SYN. DENDROSARCUS OSTREATUS, CREPIDOPUS OSTREATUS, AGARICUS OSTREATUS, CLITOCYBE OSTREATA, PLEUROTUS OSTREATUS SUBF. GLANDULOSUS,

PLEUROTUS OSTREATUS F. SALIGNUS, PLEUROTUS OSTREATUS F. SUBALUTACEUS, PLEUROTUS OSTREATUS F. SUBERIS, PLEUROTUS OSTREATUS VAR. PRAECOX, PLEUROTUS OSTREATUS F. FLORIDA,

PLEUROTUS SUBERIS, PLEUROTUS OSTREATUS F. PEREGRINUS, PLEUROTUS OSTREATUS F. CARPATHICUS, PLEUROTUS OSTREATUS VAR. APPALACHIENSIS, DENDROSARCUS SUBERIS, PLEUROTUS PULMONARIUS SENSU)

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Bilder oben 2+4 und unten 1-3+8: Jens Krüger ©

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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Würzig, pilzig, porlingsartig.

Geschmack:

Mild, roh blutzersetzend (enthält Hämolysine).

Hut:

2-15 (20) cm Ø, silbergrau, grau, hellbraun, graubraun, nach den ersten Frostschäden meist mehr braun werdend, muschelförmig, glatt, kahl. Rand anfangs eingerollt. Vergleich: Huthautstärke Lungenseitling 40-50 µm; zu Gegensatz Austern-Seitling 90-120 µm.

Fleisch:

Weiß, grauweiß, schmutzig weiß, später zäh, vorwiegend der Stielbereich kann jung sehr zäh sein.

Stiel:

Kurz und dick, seitenstielig, fast am Hut sitzend, Basis filzig, korkig, zäh. Bei verschiedenen Zuchtformen oder Varietäten kann entweder der Stiel fast vollkommen fehlen oder sogar besonders lang ausgebildet sein. Diese Formen kommen in natürlichen Laubwäldern bei Laubbäumen wie Buchen, Eichen, Eschen, Espen vor.

Lamellen:

Weißlich, später gelblich, herablaufend, Schneiden wellig, leicht gekerbt, Lamellen laufen nicht bis zur Stielbasis so wie beim Rillstieligen Seitling.

Sporenpulverfarbe:

Weiß bis hell lilagrau (7-11 x 2-4 μm, glatt, zylindrisch, ellipsoid bis etwas nierenförmig, glatt. Basidien 4-Sterigmen, HDS Cutis 2,5-10 µm breit, glatt, hyalin, in KOH gelblich. Pileipellis teilweise gallertartig, mit dicker Huthautschicht: Austernseitling ca. 90-120 µm gegenüber Sommerausternseitling nur 40-50 µm).

Vorkommen:

An abgestorbenen oder noch lebenden Laubbäumen, wie Buchen, Eichen …, sporadisch an Nadelholz, Herbst bis Frühjahr - Winterpilz. Nach den ersten kalten Tagen erscheinend. Ab Mitte November häufig anzutreffen. Sie können bis zu 10 Meter seitlich am Baum in der Höhe wachsen. Gern in Gesellschaft mit dem Gelbstieligen Muschelseitling.

Gattung:

Seitlinge.

Verwechslungsgefahr:

Taubenblauer Seitling (eine Varietät = Zuchtform), Gelbstieliger Muschelseitling, Rillstieliger Seitling, Ohrförmiger Seitling, Lungenseitling, Berindeter Seitling, Erdmuscheling.

Chemische Reaktionen:

KOH-negativ auf Hut.

Besonderheit:

Die angebotenen Austernseitlinge in den Geschäften sind Kulturpilze, die einen Kälteschock nicht benötigen. Diese schmecken irgendwie nicht so gut und werden schnell muffig riechend. Sie haben andere Farben, meist hellere Hüte.

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin für:

Positiv: Allgemein das Immunsystem stärkend, antioxidativ, enthält viele Vitamine (vorwiegend Vitamine B und D) und soll krebshemmend, blutdruck-, blutzucker- und cholesterinsenkend sein. Sie unterstützt die zelluläre Abwehr und kann bei Tumorerkrankungen ihre weitere Ausbreitung (Metastasen) hemmen. Unterstützt die Vermehrung gutartiger Bakterien im Darmbereich. Besonders empfehlenswert nach einer Antibiotikatherapie und zum Wiederaufbau dieser positiven Keime. Wirkt entspannend auf Gelenke und Muskeln und stärkt die Venen sowie Arterien. Präventive Wirkung auf Osteoporose und wirkt allgemein Knochen stärkend. Lindert Schmerzen beim Hexenschuss und beschleunigt seine Regeneration. Negativ: Außerdem enthält er das sogenannte Pleurotolysin, das Ähnlichkeit mit Inhaltsstoffen von Bienengift aufweist und zur schleichenden Zerstörung der roten Blutkörperchen durch sogenannte Hämolysine führen kann. Dieses Gift wird aber durch Hitze zerstört. Deshalb immer gut garen!

Kommentar:

Der Stiel und die Huthaut der Austernseitlinge sind sehr zäh. Im Mischgericht deshalb fein schneiden und lang kochen!  Stielansatz lieber weglassen, ist faserig-zäh.

Rezepttipp:

Austernseitlinge gekocht und wie ein Wurstsalat zubereitet schmeckt hervorragend.

Bestens geeignet für Veganer, als Wurstsalatersatz (ohne Wurst).

Gifthinweise:

Relativer Speisewert:

Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 1.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Austern-Seitling

Priorität:

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Bilder oben 2-4 von links: Jens Krüger ©

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Austernseitlinge selbst im Garten gezüchtet: Bilder unten 1-4 von links: Jens Krüger ©   Bilder oben 8 und unten 7 von links: David Loidl (Pocking) ©     Foto oben 8  von links: Tolga Kahraman (Sigmaringendorf) ©

 

 

Varietäten bzw. besondere Zuchtformen des Austenseitlings ... siehe auch die Varietät = Zuchtform der Taubenblauer Seitling.

Fotos oben 1-8 und unten 1-3 von links: Jens Krüger ©

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Bilder oben 7+8 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©                                                                                         ... das war einmal ein Austernseitlingsbaum!

 

 

 

Bilder oben 1-6 von links:  Marcello Maggetti (CH-8173 Neerach) ©

 

 

Bilder oben 1-4 von links: Alfons Reithmaier ©     Bilder oben 5+6 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilgen) ©   Bilder oben 7+8 und unten 1-3 von links: Claus Meyer (Eschborn) ©

 

 

Bilder oben 4+5 von links: Rudolf Wezulek ©   Bilder oben 6+7 von links: Ursula Roth ©   Fotos oben 8 und unten 6 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilden) ©

 

 

 

Bilder oben 1-5 von links: Josef Rösler (Hausham) ©    Bilder oben 1 und unten 1-10 von links: Walter Bethge (Landau) ©

 

 

 

 

 

 

Bilder oben 1+2 von links: Walter Bethge (Landau) ©             Fotos oben 3 und unten 3-5 von links: Tolga Kahraman (Sigmaringendorf) ©      Foto oben 4 von links: Tolga Kahraman (Sigmaringendorf) ©     Bilder oben 5-7 und unten 1+2 von links: Ursula Roth ©

 

 

 

Bilder oben 5+6 und unten 1-6 von links: Georg Probst ©

 

 

 

 

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 26. März 2025 - 08:52:07 Uhr

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