Fleischbrauner Schirmling,
Fleischbräunlicher Schirmling, Fleischrosa Schirmling, Fleischrötlicher
Giftschirmling
TÖDLICH GIFTIG! Er enthält das Gift des Weißen Knollenblätterpilzes!
LEPIOTA BRUNNEOINCARNATA (SYN.
LEPIOTA
HELVEOLA VAR. BRUNNEOINCARNATA, LEPIOTA PATOUILLARDII, LEPIOTA BARLAEANA,
LEPIOTA BARLAE)
|
|
|
|
Fotos
oben 1-5 und unten 1-8 von links: zaca (mushroomobserver.org) ![]()
|
|
|
|
Eigenschaften,
Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
|
|
Geruch: |
Süßlich,
obstartig, angenehm. |
|
Geschmack: |
Mild,
keine Kostversuche bei kleinen Schirmlingen! Er
ist schon bei einem Kostversuch organschädigend! |
|
Hut: |
2-4 (5) cm Ø, rotbraun,
rosabraun, violettbraun, kastanienbraun, gezonten Schüppchen auf hellbraunen,
weißlich-braunen Grund. Habitus: Jung halbkugelig bis eiförmig, später
gewölbt bis flach ausgebreitet. Die Hutmitte besitzt eine geschlossene,
rotbraune, kastanien- bis weinbraune Zone. Richtung Rand reißt die Huthaut
konzentrisch in feine, dunkle Schuppen auf rosafarbenem bis weißlichem Grund
auf. |
|
Fleisch: |
Weiß, etwas rötend bei
Reibung oder Verletzung, dünn. |
|
Stiel: |
2-5 (6) cm lang, 0,2-0,3
(0,5) cm Ø dick, fleischbraun, faserige Ringzone, zylindrisch. Die Spitze
oberhalb der Ringzone ist glatt und weißlich-rosa. Nach unten hin ist der
Stiel fleischrosa bis weinrötlich überhaucht und mit dunkelbraunen Schüppchen
besetzt. |
|
Ring: |
Weißlich, hellbraun bis
schwärzlich, faserige oft nur angedeutete Ringzone, unterhalb dieser Ringzone
bilden sich eine oder mehrere violettbraune Gürtelzonen des Velums. |
|
Lamellen: |
Weißlich später cremegelb,
frei, sehr dicht stehend, Schneiden fein gekerbt, gezahnt, mit kürzeren
Zwischenlamellen. |
|
Sporenpulverfarbe:
|
Weiß (7-10 x 4-5,5 μm,
ellipsoid bis mandelförmig, glatt, hyalin, J+, in Melzers Reagenz rotbraun. Basidien
18-22 x 6-7 µm, keulenförmig, meist 4-sporig. Cheilozystiden 20-35 x 6-10 µm,
zylindrisch, keulig bis schwach bauchig, hyalin. Sie besetzen die
Lamellenschneiden größtenteils in dichten Clustern. Pleurozystiden fehlen.
HDS besteht aus langgestreckten, zylindrischen Hyphenelementen. Die Endzellen
sind meist 30-120 x 8-15 µm groß, oft braun oder braun-violett intrazellulär
pigmentiert. An den Septen der HDS-Hyphen sowie im gesamten Gewebe
nachweisbar). |
|
Vorkommen: |
Mischwald,
Waldwege, Waldlichtungen, in Parks, Gärten, an feuchten, sandig-grasigen
Plätzen, auch in Blumentöpfen, Folgezersetzer, Sommer bis Herbst, sehr
selten. |
|
Gattung: |
Schirmlinge,
kleine Schirmlinge (Lepiota). |
|
Verwechslungsgefahr: |
Kastanienbrauner Schirmling, Bräunlicher
Schirmling, Fuchsigbrauner
Schirmling, Stinkschirmling, Fleischrosa Schirmling, Haselbrauner Schirmling, Ockerbrauner
Schirmpilz, Weinbrauner Schirmling. |
|
Chemische
Reaktionen: |
Wieland-Test: Auf Zeitungspapier getrocknete
Pilzteilen (Trocken-Extrakte) gelegt und mit Salzsäure
(HCL 25 %) ergibt eine zuerst weinrötliche, später blaue bis grünblaue
Färbung. Diese Verfärbung kann durch das Fehlen gewisser Inhaltsstoffe
ausbleiben oder tritt bei anderen Pilzarten ebenfalls auf und ist kein hundertprozentiger Nachweis. Meist tritt diese Blaufärbung bei
einem Gehalt von min. 0,02 mg Amatoxinen nach ca. 15 Min. ein. Diese
Reaktion funktioniert nicht korrekt bei Pilzkochresten oder Mageninhalt, da
sie bereits mit anderer Säure in Verbindung waren. |
|
Kommentar: |
Finger
weg von kleinen Schirmlingen – viele tödliche Arten in dieser Gattung! Hier
wurden Amatoxine festgestellt. Gift des Knollenblätterpilzes – tödlich
giftig! |
|
Bemerkung: |
Extrem
ähnlich, nur etwas stämmiger, auf sandigem Boden gibt es den in Mitteleuropa einzigartigen
Lilabrauner
Sand-Schirmling (LEPIOTA
BRUNNEOLILACEA) mit sehr hohen Amatoxine-Gehalt. |
|
Gifthinweise: |
|
|
Giftintensität: |
Nachgewiesen
(ca. 1 mg/g Trockengewicht) – hochgiftig. |
|
Wiki-Link: |
|
|
Priorität: |
2 |
|
|
|
Bilder
oben 1-5 von links: Rudolf Wezulek ©
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
|
|
|
|
|
|
|
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 19. Oktober 2026 - 08:14:49 Uhr