awillbu1  Glanzmoosbecherling, Kleines Glanzmoos-Becherchen, Ellipsoidsporiger Brandstellen-Moosbecherling               UNGENIESSBAR! 

OCTOSPORA AXILLARIS (SYN. PEZIZA AXILLARIS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-3 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unbedeutend.

Geschmack:

Mild.

Fruchtkörper:

0,5-1 (2) mm Ø, leuchtet hellorange, dottergelb bis rötlich-orange, hell fleischrot, orangegelb, Scheibe orange. Die Außenseite ist meist etwas blasser gefärbt. Habitus: tellerförmig, schüsselförmig, kahl, Rand eingebogen, gelblich, deutlich ausgeprägt und fein gezähnelt oder bewimpert, oft heller oder weißlich. Die winzigen Becher sitzen meist gesellig (in kleinen Gruppen).

Fleisch:

Orange.

Stiel:

Fehlt, auf dem Substrat direkt aufliegend.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (Octospora axillaris var. axillaris 21-28,5 x 10-12,5 µm, schmal-ellipsoid bis spindelig, deutlich gestreckter als bei vielen verwandten Arten, glatt, meist zwei große Öltropfen, gelegentlich begleitet von kleineren Tröpfchen, einreihig im Ascus. Asci 140–250 × 15–18 µm, stets achtsporig,  zylindrisch. Wichtige Varietät: Es existiert eine genetisch eng verwandte, viersporige Variante = Octospora axillaris var. tetraspora. Deren Asci 150-220 x 16-20 µm enthalten nur 4 Sporen, welche mit Sporen von 26-40 x 10-13 µm, deutlich größer ausfallen und oft drei Öltropfen besitzen. Paraphysen: fadenförmig, einfach oder im unteren Bereich verzweigt, nach oben hin zylindrisch verlaufend. Vollgepackt mit feinen, orangefarbenen Karotinoid-Tröpfchen, die für die makroskopische Färbung des Fruchtkörpers verantwortlich sind).

Vorkommen:

Auf nackter Erde, an feuchten moosigen Stellen, bevorzugt Gespitzten Glanzmoos = Octospora axillaris, parasitär (Wirtsbindung = Obligater Parasitismus), Spätherbst, häufiger Frühwinter, selten Frühling. Der Pilz bildet an den Rhizoiden (Wurzelfasern) des Mooses kugelige Gallen aus. Das Myzel des Pilzes bildet an den Rhizoiden (Wurzelfasern) des Mooses sogenannte Appressorien aus, um Nährstoffe aus dem Moos zu ziehen.

Gattung:

Becherlinge, Moosbecherlinge, Moosbecherchen.

Verwechslungsgefahr:

Kissenmoosbecherling, Gemeiner Moosbecherling, Rosaroter Moosbecherling, Rotleuchtender Kissenbecherling, Gemeiner Mistborstling, Gelbes Moosbecherchen, Österreichischer Prachtbecherling, Orangebecherling, Kurzhaariger Schildborstling, Gelben Moosbecherchen.

Bemerkung:

In gelber Farbe mit mehr kugeligem Habitus (flach bis kugelig) kann es der Viersporige Zwerg-Moosbecherchen (syn. Dicksporiger Moosbecherling = OCTOSPORA PHAGOSPORA, 0,5-2 mm Ø, Sporen 12-17 x 9-12,5 µm, breit ellipsoid, Ornament bestehend aus isolierten Warzen, manchmal einige Warzen, die zu kurzen Graten konfluieren, Asci viersporig) sein. Er kommt selten vor und sieht dem Gelben Moosbecherchen etwas ähnlich!

Kommentar:

Die wichtigsten Mikromerkmale des Gemeinen Moosbecherlings (Octospora humosa) zeichnen sich vor allem durch die glatten, zweitropfigen Sporen und die Ausbildung spezieller parasitärer Infektionsstrukturen am Wirtsmoos aus

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Moosbecherlinge

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 24. Juni 2026 - 20:00:58 Uhr

 

 

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