awillbu1  Kissenmoosbecherling, Fransen-Kissenvorahn, Fransen-Kissenmoos                   UNGENIESSBAR! 

OCTOSPORA ORTHOTRICHA (SYN. PEZIZA ORTHOTRICHA)

 

 

 

Fotos oben 1-4 und unten 1-7 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unbedeutend.

Geschmack:

Mild.

Fruchtkörper:

0,5-2 (2,5) mm Ø,  zunächst tief napfförmig, später scheiben- bis flach schälchenförmig. Das Fruchtlager (Innenseite) ist blassorange, gelborange bis kräftig orange gefärbt. Deutlich ausgeprägt, häutig und meist blasser oder weißlich. Er kann uneben, leicht gezähnelt oder fein gefranst wirken.

Fleisch:

Orange.

Stiel:

Fehlt, auf dem Substrat direkt aufliegend.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (15-20 x 10-13 µm, ellipsoid bis breit-ellipsoid, unter dem Mikroskop oft auffallend asymmetrisch geformt, d.h. eine Seite ist meist etwas flacher abgeflacht als die andere. Ornament: Besetzt mit isolierten, rundlichen Warzen. Diese halbkugeligen Warzen erreichen einen Durchmesser und eine Höhe von ca. 0,5-1,5 µm. Sie stehen gleichmäßig verteilt und fließen – im Gegensatz zu anderen Gattungen wie Lamprospora – fast nie zu Netzmustern oder Leisten zusammen. Mit ein oder zwei große Öltropfen, ein- oder unvollständig zweireihig im Asus. Asci 130-180 x 11-15 µm, schmal-zylindrisch, operculat, J-. Im Inneren des Ascus liegen die 8 Sporen meist streng einreihig, seltener im oberen Bereich leicht versetzt zweireihig. Paraphysen: fadenförmig, septiert, oben kaum verdickt oder leicht gebogen. Reich an orangefarbenen Karotinoid-Tröpfchen).

Vorkommen:

Auf nackter Erde, an feuchten moosigen Stellen, bevorzugt Orthotrichum diaphanum, das Wirtsmooses (Orthotrichum), parasitär (Wirtsbindung = Obligater Parasitismus), Spätherbst, häufiger Frühwinter, selten Frühling. Der Pilz bildet an den Rhizoiden (Wurzelfasern) des Mooses kugelige Gallen aus. Das Myzel des Pilzes bildet an den Rhizoiden (Wurzelfasern) des Mooses sogenannte Appressorien aus, um Nährstoffe aus dem Moos zu ziehen. Da das Wirtsmoos bevorzugt auf Baumrinden (z. B. an alten Stämmen von Alleen oder in Auwäldern) wächst, fallen diese winzigen orangefarbenen Becher wie kleine, leuchtende Tupfer auf den graugrünen Kissenmoosen an der Rinde auf.

Gattung:

Becherlinge, Moosbecherlinge, Moosbecherchen.

Verwechslungsgefahr:

Glanzmoosbecherling, Gemeiner Moosbecherling, Rosaroter Moosbecherling, Rotleuchtender Kissenbecherling, Gemeiner Mistborstling, Gelbes Moosbecherchen, Österreichischer Prachtbecherling, Orangebecherling, Kurzhaariger Schildborstling, Gelben Moosbecherchen.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Moosbecherlinge

Priorität:

2

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-5 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 24. Juni 2026 - 21:53:24 Uhr

 

 

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