Zerbrechliches Samthäubchen UNGENIESSBAR!
![]()
CONOCYBE CRISPELLA (SYN.
GALERA CRISPELLA, GALERULA CRISPELLA)
|
|
|
|
Fotos unten 1-2 und
unten 8 von links: Dave
W (Dave W) (mushroomobserver.org)
Fotos oben 3-4 und unten 1-7+11
von links: Matthias Reul (Marktredwitz) © Fotos unten 9-10 von
links: Benjamin Dion
(benjamindion) (mushroomobserver.org) ![]()
|
|
|
Eigenschaften,
Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
|
|
Geruch: |
Neutral, minimal angenehm pilzig. |
|
Geschmack: |
Mild. |
|
Hut: |
0,5-1,5 (2,5) cm Ø, jung orange, orangebraun, später weißlich, milchkaffeeweiß,
alt graubeige ausblassend, zipfelmützenartiger Habitus, Haut jung leicht
schmierig, später trocken und im gesamten etwas runzelig, maximal feinfaserig
aber nicht gerieft. Mitte nur wenig dunkler und dann ocker bis beigebraun.
Zum Vergleich hat der Weiße Mistpilz
immer eine dunklere Mitte. Das Zentrum ist regelmäßig warzenförmig gebuckelt. |
|
Fleisch: |
Weißlich, cremefarben, dünn, sehr zerbrechlich. |
|
Stiel: |
1-5 (6) cm lang, ca. 1-3 (4) mm Ø, weiß, zerbrechlich, hohl, fein
bereift, haarig wirkend, Basis +/- leicht verdickt. |
|
Lamellen: |
Jung hell cremefarben, graubraun, später milchkaffeebraun bis
goldbraun, alt rostbraun, aufsteigend angewachsen, sehr dicht stehend. |
|
Sporenpulverfarbe: |
Rostbraun (11,3-13,6 (16) x 7,6-9,4 µm, ellipsoid, mitraförmig,
submitraförmig, Basis verschmälert, dickwandig, Q = 1,4-1,6, in KOH
orangebraun, Basidien 20-29 x 11-15 µm, viersporig, Schnallen vorhanden,
Pseudoparaphysen vorhanden und mit kleinen Zellen umgeben, Cheilozystiden
10-24 x 3-8 µm, mit kleinem Kopf, Stielbereifung aus keuligen, beuligen
Elementen). |
|
Vorkommen: |
Rasen, Wiesen und Weiden, humusreichen oder gedüngten Boden, Blumentöpfe,
einzeln stehend, Folgezersetzer, Frühling bis
Spätherbst, sehr selten, Deutschland RL D. |
|
Gattung: |
Samthäubchen, Glockenschüpplinge. |
|
Kommentar: |
Oft werden diese Pilze von Kleinkindern angeknabbert oder sogar
verzehrt. Meist passiert dadurch gar nichts, da er den Kindern nicht wirklich
schmeckt. Dennoch kann es in außergewöhnlichen Fällen - nur bei Verzehr
größerer Mengen - zu Problemen kommen. Roh verzehrt können sie zu
Magen-Darm-Störungen führen, wie bei vielen Pilzarten. Überwiegend mit
harmlosem Verlauf. Sollten Problem auftreten, empfehlen wir einen Arztbesuch. |
|
Verwechslungsgefahr: |
Milchweißes
Samthäubchen, Weißer Mistpilz, Säuerlichschmeckender Glockenschüppling, Ockerstreifiges
Samthäubchen, Rosa Mistpilz sowie diversen Rötlingen, Schleimiges
Samthäubchen. |
|
Chemische Reaktionen: |
Mit Kalilauge (KOH) auf Hut grau bis
lilagrau. |
|
Unterscheidung von den drei fast
identischen hellen Samthäubchenarten: Weißer Mistpilz: Stark gerieft, Mitte immer dunkler, Sporen 10-15 x 6-9
μm. Das Milchweiße Samthäubchen ist etwas gerieft. Lamellen schnell goldgelb bis
zimtbraun, Sporen 9,8-14,2 x 6,8-9,2 μm. Zerbrechliches
Samthäubchen: Hut nicht
oder kaum gerieft, meist spitz oder warzenförmig gebuckelt, Stiel nur weiß,
Sporen 11,3-13,6 x 7,6-9,4 µm. |
|
|
Bemerkung: |
Die Unterscheidung zwischen Weißer Mistpilz und Milchweißes
Samthäubchen ist oft sehr schwierig und nur per Mikroskop
sicher. Einige Autoren sehen beide Arten als gleiche Art oder Varietäten
zueinander. |
|
Wiki-Link: |
|
|
Priorität: |
2 |
|
|
Fotos oben 1-3 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
|
|
|
|
|
|
|
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 14. Mai 2026 - 19:43:33 Uhr