Rotbrauner Blumentopfschirmling,
Mediterraner Blumentopfschirmling
TÖDLICH GIFTIG! ...zumindest sehr verdächtig wie alle kleinen
Schirmlinge!
LEPIOTA PSEUDORUBELLA
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Fotos oben 1-4 und unten 1-9 von links:
Matthias Reul (Marktredwitz) ©
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Eigenschaften,
Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Unauffällig bis leicht
pilzig. |
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Geschmack: |
Mild,
pilzig. Keine Kostversuche bei kleinen Schirmlingen! Einige Arten sind schon
bei einem Kostversuch organschädigend! |
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Hut: |
1-2
(3) cm Ø, weinrötliche, fleischfarbene bis hin zu violett-rötlichen, konzentrisch-gezonte Schüppchen auf weißlich bis gelben Grund, Mitte
lange dunkler gefärbt. Habitus flach
kegelig mit abgerundetem Buckel. Huthaut beim Aufschirmen zerreißend. Rand jung etwas
beschleiert und überwiegend etwas nach unten eingebogen. |
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Fleisch: |
Weiß
bis blass fleischfarben, dünn. |
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Stiel: |
1-2
(3) cm lang, 0,1-0,2 (0,3) cm Ø dick, kann mehr weiß oder mehr braun oder
rotbraun sein, größtenteils blass bräunlich,
oben cremefarben bis beige, +/- weißlich faserig-wollig
beschuppt, unterhalb der Ringzone im Alter mehr bräunlich und
sparrig-schuppig, alt oder bei Verletzung bräunend, schuppig, faserig.
Zentral etwas hohl, Basis nur maximal schwach
knollig.
Zylindrisch geformt und im Alter hohl. Die Stielspitze ist meist weißlich und
fast glatt, während die Basis oft weiß-filzig ummantelt ist und weißliche
Myzelstränge (Rhizomorphen) aufweisen kann. Ein flüchtiger Schleier (Cortina)
ist in der Jugend vorhanden. |
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Lamellen: |
Weißlich,
cremeweiß, blassgelblich bis hell
zitronengelb, frei, Schneiden fein
gezahnt. |
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Sporenpulverfarbe:
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Weiß
(4-6,5 x 2,5-4 µm, ellipsoid, eiförmig-elliptisch, glatt, hyalin, ohne Keimporus,
Q = 1,6. Basidien 15-25 x 5-10 µm, keulig, 4-sporig, selten 2-sporig. Sie
besitzen eine ausgeprägte Basalschnalle. Cheilozystiden 18-30 x 6-10 µm,
dicht gedrängte,
oft büschelig angeordnete sterile Zellen. Sie variieren stark in ihrer
Gestalt und können keulig, zylindrisch, spindelig bis leicht flaschenförmig
sein. Im Vergleich zu anderen Arten etwas dickwandiger und weisen nicht
selten Septen = Querwände auf. Pleurozystiden fehlen. HDS ist kein echtes
Hymeniderm, sondern besteht aus aufgerichteten bis liegenden, langgestreckten
Haarhyphen. Diese Hyphenglieder erreichen eine Länge von 25-120 x 10-30 µm.
Ein essenzielles Schlüsselmerkmal ist das Vorhandensein von Schnallen an fast
allen Septen des gesamten Pilzgewebes, sowohl in der Huthaut als auch an der
Basidienbasis). |
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Vorkommen: |
Parks,
Mischwald, Gärten, Gewächshäusern, gerne in Blumentöpfen, auf Erde, wärmeliebend,
Folgezersetzer, Sommer bis Herbst, sehr selten. |
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Gattung: |
Schirmlinge,
kleine Schirmlinge (Lepiota). |
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Verwechslungsgefahr: |
Roter Blumentopfschirmling, Rötlicher
Schirmling, Gelbblättriger
Schirmling, Kastanienbrauner Schirmling, Borstiger Schirmling, Fleischbrauner Schirmling, Bräunlicher Schirmling, Fuchsigbrauner Schirmling, Stinkschirmling, Fleischrosa Schirmling, Haselbrauner Schirmling, Falsche
Wollstielschirmling, Gelbflockiger
Wollstielschirmling, Rauer
Schirmling, Wolliggestiefelter
Schirmling, Breitberingter
Schirmling, Schwachfilziger Schirmling. |
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Vergleich: |
In den europäischen
Tropenhäusern oder Blumentöpfen tritt dieser oft gemeinsam mit dem echten Rötlicher Schirmling (LEPIOTA RUBELLA)
auf. Mikroskopisch unterscheidet sich Lepiota pseudorubella
vor allem durch die kürzeren, anders segmentierten Haarhyphen der Huthaut. Die
etwas abweichende Form und die häufige Septierung der Cheilozystiden. |
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Chemische Reaktionen: |
Leider
sind uns genaue daten noch nicht über seine Giftigkeit bekannt. Möglichweise
enthält er Amatoxinen, hier hilft
der Wieland-Test: Auf Zeitungspapier getrocknete Pilzteilen
(Trocken-Extrakte) gelegt und mit Salzsäure (HCL 25 %) ergibt eine zuerst
weinrötliche, später blaue bis grünblaue Färbung. Diese Verfärbung kann durch
Fehlen gewisser Inhaltsstoffe ausbleiben oder tritt bei anderen Pilzarten ebenso
auf und ist kein hundertprozentiger Nachweis. Überwiegend tritt diese Blaufärbung bei einem Gehalt
von min. 0,02 mg Amatoxinen nach ca. 15 Min. ein. Diese Reaktion
funktioniert nicht korrekt bei Pilzkochresten oder Mageninhalt, da sie
bereits mit anderer Säure in Verbindung waren. |
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Kommentar: |
Finger
weg von kleinen Schirmlingen – viele tödliche Arten in dieser Gattung! Im
ähnlich aussehenden Fleischbraunen
Schirmling und Fleischrosa
Schirmling wurden Amatoxine festgestellt. Gift des
Knollenblätterpilzes = tödlich giftig! Im
Kastanienbraunen Schirmling wurden keine Amatoxine festgestellt, dennoch
wegen Verwechslungsgefahr unbedingt meiden! |
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Gifthinweise: |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
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Fotos oben 1-6 und unten 1-4 von links:
Matthias Reul (Marktredwitz) ©
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Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 8. Juli 2026 - 15:56:34 Uhr