awillbu1  Roter Blumentopfschirmling, Roter mediterraner Blumentopfschirmling       atod6TÖDLICH GIFTIG!  ...zumindest sehr verdächtig wie alle kleinen Schirmlinge!        

LEPIOTA RUBROBRUNNEA

 

Fotos oben 1-5 und unten 1-7 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

 

 

 

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unauffällig bis leicht pilzig.

Geschmack:

Mild, pilzig. Keine Kostversuche bei kleinen Schirmlingen! Einige Arten sind schon bei einem Kostversuch organschädigend!

Hut:

0,5-2 (3) cm Ø, rotbraun, fuchsfarben bis intensiv fuchsbräunlich, konzentrisch-gezonte Schüppchen auf weißlich bis gelben Grund, Mitte lange dunkler gefärbt. Habitus flach kegelig mit abgerundetem Buckel. Huthaut beim Aufschirmen zerreißend. Rand jung etwas beschleiert und überwiegend etwas nach unten eingebogen. Die Hutmitte bleibt als eine durchgehende, dunklere roten Scheibe intakt. Ein wichtiges Merkmal im Alter ist der Hutrand, welcher häufig strahlenförmig einreißt oder sich aufspaltet.

Fleisch:

Weiß, dünn, faserig.

Stiel:

1-4 (5) cm lang, 0,1-0,2 (0,3) cm Ø  dick, rotschuppig auf weißem Grund, sehr dünn und zylindrisch aufgebaut. Er ist innen hohl und von faseriger Struktur. Die Cortina ist weißlich und sehr flüchtig. Sie hinterlässt beim Aufschirmen keinen echten, stabilen Ring, sondern lediglich eine flüchtige, angedeutete Ringzone am Stiel.

Lamellen:

Weißlich, cremeweiß, alt leicht creme-bräunlich, frei, Schneiden fein gezahnt.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (4-5,5 x 2,5-3,5 μm, ellipsoid, glatt, hyalin und zeigen keinen erkennbaren Keimporus, J+, mit Melzer rotbraun. Basidien 15-25 x 5-10 μm, meist 4-sporig, selten 2-sporig. Cheilozystiden büschelig, dickwandig, septiert. Pleurozystiden fehlen. HDS besteht aus Elementen, die sie mikroskopisch in die Nähe der Sektion Felinae rücken. Schnallen an den Septen der Hyphen und an der Basis der Basidien vorhanden.

Vorkommen:

Parks, Mischwald, Gärten, Gewächshäusern, gerne in Blumentöpfen, auf Erde, wärmeliebend, Folgezersetzer, Sommer bis Herbst, sehr selten.

Gattung:

Schirmlinge, kleine Schirmlinge (Lepiota).

Verwechslungsgefahr:

Rotbrauner Blumentopfschirmling, Rötlicher Schirmling, Gelbblättriger Schirmling, Kastanienbrauner Schirmling, Borstiger Schirmling, Fleischbrauner Schirmling, Bräunlicher Schirmling, Fuchsigbrauner Schirmling, Stinkschirmling, Fleischrosa Schirmling, Haselbrauner Schirmling, Falsche Wollstielschirmling, Gelbflockiger Wollstielschirmling, Rauer Schirmling, Wolliggestiefelter Schirmling, Breitberingter Schirmling, Schwachfilziger Schirmling.

Vergleich:

In den europäischen Tropenhäusern oder Blumentöpfen tritt dieser oft gemeinsam mit dem echten Rötlicher Schirmling (LEPIOTA RUBELLA) auf. Mikroskopisch unterscheidet sich Lepiota pseudorubella vor allem durch die kürzeren, anders segmentierten Haarhyphen der Huthaut. Die etwas abweichende Form und die häufige Septierung der Cheilozystiden.

Chemische Reaktionen:

Leider sind uns genaue daten noch nicht über seine Giftigkeit bekannt. Möglichweise enthält er Amatoxinen, hier hilft der Wieland-Test: Auf Zeitungspapier getrocknete Pilzteilen (Trocken-Extrakte) gelegt und mit Salzsäure (HCL 25 %) ergibt eine zuerst weinrötliche, später blaue bis grünblaue Färbung. Diese Verfärbung kann durch Fehlen gewisser Inhaltsstoffe ausbleiben oder tritt bei anderen Pilzarten ebenso auf und ist kein hundertprozentiger Nachweis. Überwiegend tritt diese Blaufärbung bei einem Gehalt von min. 0,02 mg Amatoxinen nach ca. 15 Min. ein. Diese Reaktion funktioniert nicht korrekt bei Pilzkochresten oder Mageninhalt, da sie bereits mit anderer Säure in Verbindung waren.

Kommentar:

Finger weg von kleinen Schirmlingen – viele tödliche Arten in dieser Gattung!

Im ähnlich aussehenden Fleischbraunen Schirmling und Fleischrosa Schirmling wurden Amatoxine festgestellt. Gift des Knollenblätterpilzes = tödlich giftig!

Im Kastanienbraunen Schirmling wurden keine Amatoxine festgestellt, dennoch wegen Verwechslungsgefahr unbedingt meiden!

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Lepiota_castanea

Priorität:

1

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 8. Juli 2026 - 15:48:19 Uhr

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