awillbu1  Rotgelbbraune Koralle, Formosaähnliche Koralle                                              atod1 GIFTIG!

RAMARIA NEOFORMOSA

 

 

 

 

 

Fotos oben 1+2 und unten 3+5+7 von links: Gerhard Koller ©   Fotos oben 3 und unten 1+2+4+6 von links: Eva Skific (Evica) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

 

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unbedeutend.

Geschmack:

Mild bis leicht bitterlich.

Fruchtkörper:

1-11 (15) cm Ø, verschiedene Farben, weißlich, rötlich, gelb, bräunlich, sogar grünlich, oft lachsfarben, zäh.

Fleisch:

Weiß.

Äste:

Stamm bis 4 (5) cm breit, Basis weißlich-rötlich, Spitze gelblich, stark verzweigt.

Sporenpulverfarbe:

Ockergelblich (10,5-13,4 x 3,2-5,9 µm, zylindrische, elliptisch, mit Warzen, einige miteinander verbundene Rippen, hyalin, mit Öltropfen, Q = 2-2,6, N = 40, Me 12,2 x 5,3 µm, mit dünnwandigen Hyphen, ca. 3-15 μm, J-. Basidien 50-65 x 10-12 μm, keulenförmig und meist 4-sporig. Pleuro- oder Cheilozystiden fehlen. Das Fleisch besteht aus dünnwandigen Hyphen mit einem Durchmesser von etwa 3-15 μm. An den Septen = Querwänden der Hyphen sind Schnallen vorhanden. Dies ist ein extrem wichtiges Trennmerkmal zu anderen rötlich-gelben Korallenarten, bei denen Schnallen gänzlich fehlen).

Vorkommen:

Mischwald, vermutlich Symbiosepilz, kalkreicher Boden, Sommer bis Herbst, RL Schweiz (EN), RL-R Deutschland (extrem selten).

Gattung:

Korallen.

Verwechslungsgefahr:

Dreifarbige Koralle, Rosa Koralle, Hahnenkamm, Bauchwehkoralle, die Feuerfarbene Koralle (RAMARIA IGNICOLOR) hätte einen intensiven feuerfarbigen, lachsfarbigen Strunk und kommt selten vor.

Chemische Reaktionen:

Eisensalze (FeSO₄ 10 %) auf den Ästen und im Fleisch grün bis olivgrün. Kaliumhydroxid (KOH 10 % - 20 %)  oder mit Natronlauge (NaOH): Auf der Rinde der Äste und an der Strunkbasis zeigt sich eine orangerote, rotbraune bis weinrote Reaktion. Im reinen, weißen inneren Fleisch ist die Reaktion oft schwächer oder negativ (bisweilen leicht gelblich).

Kommentar:

In der Literatur schwankt ihr Speisewert. Von essbar und perfekter Speisepilz (vorwiegend in Nordamerika) bis zu MAGEN-DARM-GIFTIG sowie Durchfall auslösend. Wir würden einen Verzehr nicht empfehlen!
Gefährliche Vergiftungen sind nicht bekannt. Da er makroskopisch sehr veränderliche Farben und Formen hat und selten auftritt, wird vermutlich eine sichere Bestimmung nur mikroskopisch möglich sein.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Korallen_(Pilze)

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 29. September 2026 - 18:59:17 Uhr

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