Großsporiger
Wiesenchampignon, Großsporiger Wiesenegerling, Pampa-Champignon ESSBAR! ![]()
AGARICUS PAMPEANUS
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Fotos oben 1-4 von links: Boris Georgi ©
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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Angenehm pilzig, neutral oder ganz schwach säuerlich, jedoch nie mit
Anis- oder Karbolgeruch. |
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Geschmack: |
Mild. |
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Hut: |
5-12 (14) cm breit; jung halbkugelig, später flach-konvex ausgebreitet.
Die Oberfläche ist weiß bis cremeweiß, oft seidig-glatt oder im Alter mit
feinen, bräunlichen Faserschüppchen besetzt (besonders zur Mitte hin). Der
Rand bleibt lange eingerollt und behält oft flockige Velumreste. |
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Fleisch: |
Weiß, alt bräunlich, etwas rötend wie der Wiesenegerling. Besonders an der Stielbasis und an
der Stielspitze zum Hut schwach fleisch- bis weinrötlich verfärbend. |
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Stiel: |
3-7 cm lang und 1-2,5 cm dick, zylindrisch, stämmig und oft zur Basis
hin leicht verjüngt oder wurzelnd. Die Farbe ist weißlich, unterhalb des
Rings manchmal etwas flockig strukturiert. Spitze ist leicht vom Hutfleisch
abtrennbar. |
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Ring: |
Relativ tiefsitzend, weiß, häutig, sehr breit gegenüber normalem Wiesen-Champignon.
Fast doppeltwirkend wie der Stadtchampignon. Er zeigt oft eine leicht flockige
oder gezonte Unterseite. |
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Lamellen: |
Jung blassrosa, sich schnell intensiv fleischrosa verfärbend; im Alter
schließlich graubraun bis schwarzbraun mit purpurnem Schimmer. Sie stehen
frei und dicht gedrängt. |
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Sporenpulverfarbe: |
Purpurbraun, schokoladenbraun (unter dem Mikroskop, in Wasser oder KOH
intensiv braun bis dunkel-olivbraun: 7,5-10,5 x 5-7,5 µm, ellipsoid bis
eiförmig, seltener fast rundlich; glatt, deutlich dickwandig und mit einem
ausgeprägten apikalen Keimport versehen. Im
Durchschnitt deutlich größer als beim Wiesenchampignon = dessen Sporen meist nur 6,5-8 x 4-5
µm messen. Basidien 22-30 x 7-9 µm, keulenförmig, überwiegend 4-sporig, , mit
vier kräftigen Sterigmen. Pleurozystiden
fehlen. Cheilozystiden fehlend oder sehr spärlich vorhanden. Die
Lamellenschneide ist weitgehend fertil = mit Basidien besetzt. Falls
vorhanden, sind sie unauffällig, kleinzellig, keulig bis polymorph. HDS: Ein
Cutis-Typ aus liegenden, miteinander verflochtenen, zylindrischen Hyphen. Die
Zellen sind ca. 4–9 µm breit, meist hyalin (farblos) oder im Alter schwach
bräunlich pigmentiert; Schnallen fehlen). |
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Vorkommen: |
Parks, Waldrand, Waldwiesen, Mischwald, in Hexenringen, Folgezersetzer.
Er bevorzugt nährstoff- und stickstoffreiche Böden, die besonders gerne durch
den Dung von Weidetieren (wie Rindern oder Pferden) natürlich gedüngt sind; meist
im Frühsommer bis Herbst. |
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Gattung: |
Champignon-Egerlinge. |
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Verwechslungsgefahr: |
Feinschuppiger
Egerling, Weissschuppiger
Blutegerling, Karbolegerlingen (giftig), wenn die Stielbasis gelb
anläuft und der Pilz unangenehm nach Karbol (Tinte) riecht, oder mit tödlich
giftigen Knollenblätterpilzen,
diese haben niemals rosa Lamellen! Mit anderen essbaren Arten wie … Großsporiger
Champignon, Wiesenegerling. |
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Chemische
Reaktionen: |
KOH 3-10 % negativ! |
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Besonderheit: |
Alle rötenden Champignonarten, die angenehm riechen, nicht gilben -
außer Anischampignon
- sind meist essbare Arten. |
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Kommentar: |
Manche Autoren trennen den Feinschuppiger
Egerling und den Weißschuppiger
Blutegerling voneinander nicht. Einige Mykologen sehen diese beiden als
Synonym zueinander. |
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Vitalpilz
(Heilpilz): |
Viele
Champignonarten enthalten Wirkstoffe, die antiviral, krebshemmend und
antibiotisch wirken. Z. B. wurde eine Hemmwirkung des Helicobacter
pylori nachgewiesen. Außerdem soll er das Tumorwachstum diverser Krebsarten
wie Brust- oder Prostatakrebs hemmen. |
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Hinweis! |
Gilt nur wer Champignonarten erkennen kann! Die essbaren Champignonarten sind leicht
kenntliche Pilze, wenn Folgendes beachtet wird: Riechen Champignons (Egerlinge) nach Karbol, (Tinte, Medizinschrank),
Fisch oder unangenehm sind immer giftige oder ungenießbare Arten anzunehmen. Verfärben sich Champignons gelb
(vorrangig an der Stielbasis) ohne
wahrnehmbaren Anisgeruch, sind sie immer giftverdächtig. Riechen Champignons (Egerlinge) nach Anis, sind sie immer essbar. Riechen Champignons (Egerlinge) pilzig angenehm und haben keine
Gelbfärbung an der Stielbasis, sind sie immer essbar! Verfärben sich Champignons gelb, mit Anisgeruch, sind sie immer
essbar. Verfärben sich Champignons rötlich im Anschnitt, sind sie fast
immer essbar, solange sie einen angenehmen pilz-, anis- oder
bittermandelartigen Geruch aufweisen. Leider gibt es mittlerweile zwei wärmeliebende
Karbol-Champignonsarten, die nun durch die Klimaerwärmung in unseren Regionen
(D, A, CH, CZ) angekommen sind. Der Falsche
Waldegerling (AGARICUS FREIREI) sieht dem Waldchampignon
ähnlich, er rötet und hat einen neutralen bis leichten Karbolgeruch. Der Falsche Wiesenegerling (AGARICUS
PSEUDOPRATENSIS) sieht dem Wiesenchampignon
ähnlich, er verfärbt sich meist nicht gelb an der Stielbasis, sondern er
rötet und hat einen leichten Karbolgeruch, der oft nicht wahrnehmbar ist. |
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Bemerkung: |
Champignons
werden in Sektionen eingeteilt, hier einige Beispiele: -
Sektion
Arvensis =
Anis-Egerlinge (in der Regel nach Anis riechende Arten) = z. B. Schafchampignon, Schiefknolliger Anisegerling,
Dünnfleischiger
Anischampignon, Riesenchampignon =
SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb. -
Sektion
Minores =
Zwerg-Egerlinge = z. B. Weinrötlicher
Zwergchampignon, Wiesenzwergchampignon,
Ockerfarbener
Zwergchampignon =
SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb. - Sektion Agaricus = Edel-Egerlinge z. B. Wiesenchampignon,
Stadtegerling
= SCHAFFER-Lösung
negativ, KOH negativ. - Sektion Sanguinolenti = Blut-Egerlinge (in der Regel rötende Arten) z. B. Waldchampignon
(Kleiner)
(Großer),
Großsporiger
Blutchampignon
= SCHAFFER-Lösung negativ, KOH negativ. -
Sektion
Xanthodermatei =
Karbolegerlinge (= in der Regel gilbende und nach Karbol riechende Arten) =
z. B. Karbolchampignon, Rebhuhnegerling, Perlhuhnchampignon
= SCHAFFER-Lösung
negativ, KOH gelb. |
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Relativer Speisewert: |
123pilze:
Relative Wertigkeit 1. |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
2 |
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 12. Oktober 2026 - 19:23:26 Uhr