Schopftintling,
Spargelpilz, Schopfpilz, Tintenpilz, Porzellantintling, Eiertintling (Vitalpilz, Heilpilz) ESSBAR!
...sehr guter Speisepilz
COPRINUS
COMATUS (SYN. COPRINUS PORCELLANUS, COPRINUS OVATUS, COPRINUS COMATUS VAR. CAPRIMAMMILLATUS,
COPRINUS COMATUS VAR. OVATUS, AGARICUS PORCELLANUS)
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Fotos oben 1+3+6
und unten 1+10 von links: Ursula Roth © Foto oben 2 von links: Klaus
Bornstedt (Braunschweig) © Fotos oben 6
und unten 9 von links: Can Yapici (Kusterdingen) ©
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Eigenschaften,
Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Angenehm pilzig bis neutral. |
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Geschmack: |
Pilzig, mild, süßlich, im rohen Zustand etwas unverträglich. |
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Hut: |
2-9 (15) cm Ø, weißlich, später schwarz-zerfließend. Die Oberfläche ist
weiß und geschuppt. Hutspitze mit glatten bräunlichen Häubchen (Scheitel).
Der Habitus ist lang gezogen, eierähnlich bis
walzenförmig. |
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Fleisch: |
Weiß, später rötend, im Alter schwarz zerfließend. |
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Stiel: |
4-17 (22) cm lang, 1-1,3 (1,6) cm Ø dick, weiß, später rötend, im Alter
schwarz zerfließend, vergänglicher weißer, tief sitzender
lockerer Ring, alt manchmal etwas weißlich-faserig genattert, Basis etwas
knollig. |
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Ring: |
Der Ring ist weiß, schmal, häutig, schnell vergänglich und oft mit einem
leicht bräunlichen Rand, oft fransig mit doppelten Kanten. Er sitzt lose am Stiel und ist meist frei nach oben und
unten verschiebbar und befindet sich im unteren bis mittleren Drittel des
Stiels. |
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Lamellen: |
Weiß, bald rosa, zuletzt schwarz zerfließend, frei. Gegensatz Faltentintling,
dieser hat fein angewachsene Lamellen. |
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Sporenpulverfarbe: |
Schwarz (9-15 x 6-9,5 µm, oval, elliptisch bis eiförmig, glattwandig, dickwandig
und wirken unter dem Mikroskop fast undurchsichtig schwarz bis dunkelbraun.
Sie besitzen einen deutlichen, zentralen bis leicht exzentrischen Keimporus.
Basidien: Meist 4-sporig, zylindrisch bis keulig. Typisch für die Gattung
ist, dass die Basidien von sogenannten Pflasterstein- oder Kissenzellen
umgeben sind, welche die reifenden Sporen auf Abstand halten. Cheilocystiden
60 x 40 µm, sackförmig, eiförmig oder
breit zylindrisch. Pleurozystiden fehlen. HDS bestehend aus parallel
liegenden, langgezogenen Hyphen. Velum aus langgestreckten, zylindrischen
Hyphengliedern mit einer Breite von 7-30 µm). |
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Vorkommen: |
Parks, Gärten, Wiesen, Waldwege, Waldränder, auf nährstoffreichen
Boden, feuchtigkeitsliebend, Folgezersetzer und raubtiermäßig (Nematophagen) fressend, d. h., er kann kleine
Fadenwürmer (Nematoden) einfangen und zersetzen. Diese werden
von Hyphen des Schopftintling besiedelt und nach einigen Tagen
verdaut, Frühling bis Spätherbst, meist regelmäßig vorkommend. |
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Gattung: |
Tintlinge. |
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Verwechslungsgefahr: |
Großer
Rausportintling, Ringtintling (kleiner), Faltentintling, Perlhuhn-Tintling, Spitzkegeliger Tintling, Spechttintling,
Flockiger Tintling,
Braunschuppiger
Tintling, Ringtintling, Breitsporiger
Kohlentintling. |
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Vitalpilz
(Heilpilz): |
Diabetes
I und II, Hämorrhoiden, Verstopfung, Verdauungsfördernd, reduziert
unkontrollierte Gewichtszunahme, Tumore, Alzheimer, Stärkung
des Immunsystems, antioxidativ. |
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Sonstiges: |
Ein schneller Verzehr dieses Pilzes ist ratsam, da er schon nach
wenigen Stunden schwarz zerfließt. Rötliche oder schwarze Teile des Fruchtkörpers
sind nicht mehr für Speisezwecke verwertbar! Ansonsten sind Schopftintlinge
zum Einfrieren geeignet. Zum Trocknen im Dörrgerät können sie leider
zerfließen. Wir haben hierzu 2 verschiedene Resultate erlebt. Bei ganz
frischen jungen Pilzen und mit relativer hoher Temperatur von 55 °C
getrocknet ging dies. Ältere Exemplare dagegen wurden schwarz und zerflossen.
Am besten schmecken sie in der Pfanne mit Butter etwas angebraten und
dann auf ein Butterbrot gelegt zu genießen. Als panierte Pilze weniger geeignet, sie werden sehr wässrig-weich. |
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Bemerkung: |
Früher wurde die Flüssigkeit des zerflossenen Schopftintling mit GUMMI ARABICUM vermischt und als Schreibtinte verwendet! |
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Kommentar: |
Uns ist bisher kein einziger Fall (nicht mal geringste Anzeichen)
bekannt durch den Verzehr von Schopftintlingen mit Alkoholgenuss! |
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Vergleich zum Faltentintling: |
Der Coprin-Gehalt vom Faltentintling
wurde durch Forschungen ermittelt und beträgt zwischen 160 und 360 mg/kg. Somit wird von einer ersten Vergiftungserscheinung gesprochen, wenn
etwa 25 g verzehrt wurden = ca. 1 Pilz = ca. 5 mg Coprin. Die essbaren Schopftintlinge
sollen in etwa 1-4 mg/kg Coprin enthalten, weshalb in der Regel keine
Beschwerden durch Alkoholgenuss beim Verzehr auftreten. Regional können diese
Werte etwas abweichend sein. |
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Wissenswertes: |
In kugelartiger Form wird dieser Eiertintling genannt. Hat aber gleiche
Eigenschaften und ist nachweislich die gleiche Art. |
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Relativer Speisewert: |
Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative
Wertigkeit 1. |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
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Foto oben 8 von links: Klaus Bornstedt
(Braunschweig) ©
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Bilder oben 8-10 von links: Franz Olloz (Schweiz - 4234 Zullwil) © Bilder oben 11+12 von links: Gruber Fred
(Gottfrieding) ©
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Bilder oben 1-6 von links: Ursula Roth (StudioOrsaRossa) © Bild oben 11 von
links: Alfons Reithmaier ©
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Bilder oben 3+4 von
links: Ursula Roth © Bilder oben 5-9
+ unten 8+9 von links: Walter Bethge (Landau) ©
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Bild oben 1 von
links: Josef Rösler (Hausham) ©
Fotos oben 2+3 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilden) © Bilder oben 4-7 von links: Ursula Roth ©
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Bilder oben
1-7 und unten 1-7 von links: Georg Probst (Ergolding) ©
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Foto oben 1 von
links: Tolga Kahraman (Sigmaringendorf) ©
Bilder oben 2-4 von links: Josef Rösler (Hausham) ©
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 1. Oktober 2026 - 19:10:35 Uhr