awillbu1  Runzelschüppling, Wegschüppling                      UNGENIESSBAR! 

PHOLIOTA MIXTA (SYN. PHOLIOTA XANTHOPHAEA, PHOLIOTA MIXTA F. XANTHOPHAEA, PHOLIOTA FILIA, FLAMMULA FUSA SUBSP. FILIA, FLAMMULA MIXTA, FLAMMULA FUSA VAR. FILIA)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1 und unten 5-7 von links: André Pipirs (Düsseldorf) ©     Fotos oben 2+3 von links: Eva Skific (Evica) (mushroomobserver.org)        

 

 

Fotos oben 1-3 von links: walt sturgeon (Mycowalt) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png    Foto oben 4 von links: Tom Preney (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png    

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Mild, leicht bitterlich.

Hut:

2-7 (9) cm Ø, gelblich, orangegelb, orange. Farblich ist der Scheitel dunkler orangebraun bis rotbraun gefärbt, während der Rand blass creme, hellgelb bis weißlich ausblasst, nicht gerieft, Velum fädig, lange verbleibend. Haut glatt, lange schleimig-schmierig, klebrig, glänzend, runzelig-adrig wirkend. Habitus: jung halbkugelig gewölbt mit eingerolltem Rand, später flach ausgebreitet. Oft mit einem breiten, stumpfen Buckel in der Mitte. Jung trägt der Rand manchmal vergängliche Reste des Schleiers.

Fleisch:

Weißlich, blass schwefelgelb, verfärbt sich jedoch im Stielinneren bräunlich.

Stiel:

Weißlich bis gelblich, zur Spitze heller gelbbraun, zur Basis gelbbraun, rotbraun, +/- faserig geschuppt, teils mit flüchtiger, faseriger Ringzone, gerne gekrümmt bis verbogen, etwas wurzelnd.

Lamellen:

Gelblich, grünlich, gelbgrau, graubraun, alt graubraun bis rostbraun. Oft durch die dunklen Sporen braun bestäubt, ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn herablaufend, gedrängt stehend, lange Zwischenlamellen.

Sporenpulverfarbe:

Rostbraun (6-8,5 x 3-4,5 µm, ellipsoid bis leicht eiförmig und besitzen einen feinen, kleinen Keimporus, glatt. Basidien 18-28 x 5-7 µm keulenförmig, 4 Sterigmen, in KOH-Lösung weitgehend hyalin bis schwach gelblich. Cheilozystiden 40-60 x 10-15 µm, Pleurozystiden 40-75 x 10-15 µm, flaschenförmig. Einige Pleurozystiden weisen einen leicht gelblichen, amorphen oder lichtbrechenden Inhalt auf = ähnlich Leptozystiden. HDS ist eine gelatinisierte Schicht aus liegenden, fadenförmigen Hyphen, was makroskopisch für die stark schleimig-klebrige Oberfläche verantwortlich ist. Die darunter liegende Schicht besteht aus kompakteren, teils braun inkrustierten Hyphen. Schnallenverbindungen sind an den Septen der Hyphen reichlich vorhanden).

Vorkommen:

Mischwald, Parks, Gärten, an Wegrändern, gerne bei Nadelbäumen, büschelig, auf Totholz oder Erde, Folgezersetzer, Sommer bis Herbst, sehr selten.

Gattung:

Schüpplinge (Schleimschüpplinge).

Verwechslungsgefahr:

Schwefelschüppling, Grünblättriger Schwefelkopf, Tonweißer Schüppling, Weißflockiger Schüppling, Gummischüppling. Zitronengelber Schüppling.

Vergleich:

Schwefelschüppling: Bitter! Hut fast schuppenlos. Stiel hohl, Schneiden etwas heller.

Kiefernschüppling: Hut meist brauner, Basis gelblich bis gelbbraun und dünner zulaufend. Stiel mit faseriger Ringzone.

Runzelschüppling: Hut mehr orangebraun, Huthaut gerunzelt, alles mehr schuppig.

Nadelschüppling: Meist Nadelholz, Hut meist rote bis orangerote Farben, mit UV-Licht fluoreszierend.

Feuchtstellen Schüppling: meist an feuchten Stellen, selten an Stümpfen. Stielpitze ist er blass cremegelblich gefärbt.

Zitronengelber Schüppling: Intensiv zitronen- bis dottergelb. Huthaut gut abziehbar. Mit gelblichen vergänglichen Schüppchen.

Bemerkung:

Die Unterscheidung zu anderen Schüpplingsarten ist hier oft schwierig. Ein wichtiges Merkmal ist hier die runzelige Oberfläche der Huthaut.  Diese ist leider oft kaum sichtbar bei jungen Pilzen.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BCpplinge

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 30. September 2026 - 13:23:11 Uhr

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Vergleichstabelle: Schüpplinge (Gattung Pholiota)

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

Hauptmerkmale (Makro)

Mikromerkmale & Sporen

Ökologie & Vorkommen

Schwefelschüppling

PHOLIOTA ALNICOLA

Ganz jung hellgelb, später schwefelgelb, lebhaft zitronengelb bis ledergelb. Geschmack mild.

Sporen 7,5-11,5 x 4-5,5 µm, elliptisch, länglich-ellipsoid bis schmal-eiförmig, einseitig oft leicht abgeflacht.

Totem Laub- oder Nadelholz

Safranschüppling

PHOLIOTA ASTRAGALINA

Auffallend safran- bis blutorange; Fleisch blassgelb, auf Druck schwärzend; Geschmack stark bitter.

Sporen ellipsoid, glatt, ca. 6–8,5 x 4–5 µm; Chrysozystiden vorhanden.

Nadelholz (Stümpfe, Äste), Sommer bis Herbst.

Kiefernschüppling

PHOLIOTA PINICOLA

Hut gelbbraun, oliv-gelblich; Lamellen hellgelb; Stiel mit faseriger Ringzone. Etwas bitterlich.

Sporen 7,5–8 x 4,5–5,5 µm, rostbraun; auffällige keulige Zystiden mit gelbem Öleinschluss.

An Nadelholz (Kiefer), Totholz, Sägemehl.

Runzelschüppling

PHOLIOTA MIXTA

Hut orangebraun bis rotorange mit runzelig-adriger Oberfläche, lange schleimig-klebrig; Rand heller. Meist mild bis bitterlich.

Sporen klein, ca. 5,5–7,5 x 3,5–4,5 µm. Chrysozystiden vorhanden.

Auf der Erde an Waldwegen, vergrabenem Holz, Nadelstreu.

Nadelschüppling

PHOLIOTA SPUMOSA

Hut feucht stark schleimig; Mitte rotbraun, Rand heller gelblich; deutliche Fluoreszenz unter UV-Licht. Meist mild bis bitterlich.

Sporen 6–8,5 x 3–5 µm, graugelb, Keimporus winzig; spindelige Chrysozystiden.

Nadelwald, Nadelstreu, oft scheinbar auf dem Erdboden.

Feuchtstellen-Schüppling

PHOLIOTA CONISSANS

Hut gelblich-ocker, glatt, feucht leicht schmierig; oft büschelig; Velumreste weißlich am Rand. Geschmack mild.

Sporen schmal-ellipsoid, ca. 6–7,5 x 3,5–4,5 µm, mit feinem Keimporus.

Sehr feuchte Orte, Moore, Ufer, vergrabenem Holz, Schilfrückstände.

Zitronengelber Schüppling (Feuerschüppling)

PHOLIOTA FLAMMANS

Ganzheitlich intensiv zitronen- bis dottergelb; Hut und Stiel dicht mit sparrig abstehenden, flammenden Schuppen besetzt. Huthaut gut abziehbar. Mild bis leicht bitterlich.

Sporen sehr klein: 3–5 x 2–3 µm, rostbraun; kopfige Cheilozystiden.

Auf totem, morschem Nadelholz (v.a. Fichte), eher selten.